AKTUELLES

LESERSTIMMEN ZUM BUCH:

DER RICHTER UND DAS MÄDCHEN

Prof.Dr. Peter von Matt, Dübendorf:

Ihr neues Werk hat mich vor allem auch seiner kritischen Intention wegen beeindruckt.

Margrit Sprecher, Zürich:

Gratuliere zu Ihrem neuen Buch "Der Richter und das Mädchen". Ich habe es noch gestern Nacht in einem Rutsch verschlungen. Da ist alles drin, was man über eine Richterseele wissen muss und - dank Ihrem Stil - so spannend.  

Bernd Bitzer, Reutlingen:

Eine mutige, respektlose und beispielhafte Analyse des Rechtsapparats von einem, der es wissen muss. Und einem, der meinen höchsten Respekt dafür hat! Die äusserst intensive Analyse von Recht, Gerechtigkeit und all dem, was davor und danach kommt, hat mich mehr als nachhaltig beeindruckt: "Worauf gründet das Gesetz? Was steht hinter ihm? Nichts- ausser schierer Macht. Das ist sein dunkles Geheimnis. Und wir Richter hüten dass Dunkel und schieben die Kulissen umher."

Vittoria Salerno, Basel:

Den Einblick, den du uns Lesern in das Leben eines Richters gewährst, ist sehr spannend. Gleichzeitig zeigst du auf, dass Richter auch nur Menschen sind aus Fleisch und Blut. Die Erwartungshaltung der Gesellschaft gegenüber Richtern, Ärzten, CEOs ist sehr hoch. In manchen Köpfen ist das so verankert, dass sie wirklich der Menung sind, Menschen in solchen Positionen seien unfehlbar und sogar übermenschlich. Das zeigt, wie ignorant unsere Gesellschaft ist. Die Idee, das Mädchen im Buch zu integrieren, finde ich genial, denn es zeigt auf, dass es manchmal nur wenig braucht, um uns die Augen zu öffnen. Die Vergleiche zur Bibel finde ich super gut. Es hat sich in all den Jahren mit "Recht und Gerechtigkeit" nicht viel geändert: Die Mächtigen bleiben die Gewinner. Niemand ist in der Lage über einen anderen zu urteilen, weil niemand den gleichen Weg geht wie er. Ich habe mich in vielen Zeilen wiedergefunden. Vor allem die folgende hat es mir angetan: "Das Schicksal ist stärker als unser Wille. Wenn wir den Weg, der für uns bestimmt ist, nicht freiwillig gehen, so werden wir vom Schicksal dahin geschleift." 

Roswitha Dreher, Weil am Rhein:

Herzliche Gratulationen zu Ihrem neuen Buch. Sie machen damit der Leserschaft ein überaus kostbares Geschenk. Es zeigt nicht nur auf, wie Richter funktionieren, sondern ist eine ganz persönliche Ansprache und Einladung an jeden Leser, sich mit sich selbst und seiner Gesellschaft bewusst auseinander zu setzen. Der Leser wird konfrontiert mit Richter Mannharts Echtheit und Ehrlichkeit und kann dessen inneren Weg folgen. Ganz viele Erkenntnisse sprechen allen, die mit Kopf und Herz lesen aus dem Herzen und berühren zu tiefst, weil sie nicht nur mit des Richters Biographie zu tun haben, sondern grundlegend damit, wie wir Menschen im tiefsten Inneren funktionieren, weil wir so geschaffen sind. Der totale Gesichtsverlust, den der Richter durch den Verlust seiner "contenance" erleidet, wird zu seiner Chance. Er wandelt sich. Der Schluss des Buches regt dazu an, sich zu besinnen und zum echten Leben zu kommen und den Weg zum eigenen Herzen zu finden. 

Marion Mansour, Zürich: 

Ein Super-Buch und so feinsinnig!! So viele seiner Gedanken sind wie aus meinem Herzen und meiner Seele gesprochen und ich habe mich in vielen Situationen wieder erkannt. So habe ich die Justiz erlebt. Der Autor hebt die dunkle, wenig beleuchtete Seite der Justiz hervor. Ein Buch, das jeder Richter lesen sollte. Wer es aufmerksam liest, kommt nicht darum herum, über das Richten nachzudenken. Für mich ist es zum Leitstern geworden, weil ich darin neue Wege in eine gute Richtung erkenne.

Eva Menn, Duggingen (gegenüber Telebasel):

An der Geschichte gefällt mir vor allem wie der Richters im zweiten Teil in eine ganz andere Welt eintaucht als jene, die er zuvor als Richter repräsentiert hat .

Franziska Schläpfer, Basel:

Ich bin entzückt von diesem Buch und den beiden polaren Episoden, die darin erzählt werden. Wie sich der hohe Richter schliesslich zum kindlichen Spiel mit dem Mädchen verführen lässt, kommt mir als Abwandlung der Erkenntnis vor: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...

Susan Schneider, Basel:

Dieses Buch hält jedem Einzelnen von uns einen Spiegel vor, in dem wir uns erkennen können, seien wir nun Richter, Gerichtete oder blosse Beobachter. Wer sich diesem Buch öffnet, fühlt sich mit dem Richter wie mit einem Seelenfreund verbunden. Gewollt oder ungewollt halten wir Einkehr bei uns selbst und erleben einen Wandel und spüren andächtig wie sich unser harter Verstand  mit unserem schmelzenden Herz versöhnt.

Martin Joos, Murg:

Das Buch kann nur jenen nicht empfohlen werden, die sich ihr Bild eines unfehlbaren und gerechten Rechtssystems nicht ankratzen lassen wollen. Jemand empfahl mir das Buch mit den Worten: “Für mich ist es im Moment beinahe so etwas wie eine 'Bibel' geworden - fast jedes Wort spricht mir aus der Seele“. Man hört manchmal sagen, die Bibel sei ein Steinbruch, aus dem beliebig einzelne Stücke herausgebrochen werden können, mit denen etwas untermauert werden kann, was man gerade aus eigenem  Gedankenfluss darauf aufbauen möchte. Das heisst, dass daraus alles - auch das Gegensätzlichste - begründet werden kann!
Stimmt das auch für Zihlmanns neues Buch? Ist etwa das mit obigem Ausspruch gemeint? Lassen wir  diese Frage noch offen. Doch der Steinbruch könnte mit der aktuellen Lebenssituation des Richters verglichen werden, der einem Journalisten Red und Antwort steht: Ihm, für den  Recht und Richten so lange Beruf und Berufung war, den daran die emotionslose Sachlichkeit und Klarheit faszinierte, die für jede Situation einen Begriff und auf jede Frage eine Antwort parat hat, krachte dieses scheinbar felsenfeste Rechts-Gebirge zusammen, als ihm  durch das Mädchen im Nachbarsgarten  die Augen für das wahre Lebensglück geöffnet wurden! Da liegen sie nun, diese Trümmer eines einst festen Macht-Gebildes, zerbrochen und  einsichtig von allen Seiten, die vorher durch eine trügerische Struktur zusammengehalten wurden! Man kann sie zusammenlesen in diesem Buch und sie je nach eigenen Erfahrungen dorthin im Geiste versetzen, wo sie wohlgefällig Lücken eigener Ausdruckskraft füllen. Oder man bekommt Steine in die Hand, die insgeheim dorthin zu werfen Spass macht, wo man sich selbst in die Sichtweite dieses Richters versetzt fühlt.
Ein Buch also, das wirklich ein Steinbruch ist von Gedanken und Situationen, in den sich besonders all jene mit Wonne und grossem Ertrag begeben, die selber einmal mit einer  lebensfremden und steinharten Flanke unseres Rechtssystems in Berührung kamen und denen hier jemand wirklich aus der Seele spricht!  

Manuela Leuzinger, Riehen:

Dieses Buch ist vielschichtig: Es verbindet Tatsachen mit Hintergründigem, Aussagen mit Begegnungen. Das Spektrum ist gross und weit. Von der Berichterstattung bis zur philosophischen Erkenntnis folgt man der Geschichte mit Spannung und grosser Erwartung, die zuletzt nicht enttäuscht wird. Dazu präsentiert sich das Buch auch noch in sehr edlem Outfit.   

 


NEUERSCHEINUNG 

DIE SELTSAME GESCHICHTE DES RICHTERS MANNHART,

DER ZUM SPUCKRICHTER WURDE.

Richter Mannhart steht vor seiner Wahl ins höchste Gericht des Landes und gewährt der auflagenstärksten Zeitung ein grosses Interview. Bevor es publiziert wird, scheitert der hohe Richter an der Spuckaffäre, die ihm zum Verhängnis wird. Seine Existenz gerät auf einen Schlag ins Wanken. Doch das kleine Mädchen von nebenan, mit dem sich der Richter angefreundet hat, wird ihm zur Seelenführerin und bewahrt ihn vor dem inneren Zusammenbruch.

Im Interview und nachfolgenden Gespräch mit dem Journalisten gewährt der Richter einen Einblick in die Gründe und Abgründe seiner Seele und seines Richtens. Er zeigt auf, wie Recht und Gerechtigkeit in der Praxis hergestellt werden.

Das Buch ist verfasst von einem Insider des Rechts. Der Autor war selbst während Jahrzehnten Gerichtspräsident in Basel.

DAS BUCH IST SO WAHR, WIE ES NUR FIKTION SEIN KANN.

Peter Zihlmann

Der Richter und das Mädchen

Stämpfli, Bern, 2011,
Hardcover 112 S. Fr. 29.80

Montag, 17. Oktober 2011, 19.00 Uhr
uni von unten - Klybeckstr. 60 4057 Basel

DES HOHEN RICHTERS FALL
Der Autor des neu erschienenen Buches „Der Richter und das Mädchen“ lädt ein zu einem Vortrag.
Es ist die Geschichte eines hohen Gerichtspräsidenten, der einen Journalisten bespuckte und deswegen Kopf und Kragen verlor und zum Rücktritt gezwungen wurde. In einem medialen und politischen Prozess wird er vom Richter zum Gerichteten. Ein tiefer Fall. Das Mädchen von nebenan wird in der Krise zur Seelenführerin dieses Menschen im freien Fall und führt ihn zu einem inneren Wandel. Er findet von der Vatersprache zur Muttersprache zurück.
Durch die Rede und Selbstanklage des gerichteten Richters wird der Leser und die Leserin des Buches in seinen Gedankenfluss gerissen und zu den Gründen, Hintergründen und Abgründen seines Richtens und seiner Seele herangeführt.
Zum Autor: Peter Zihlmann, früher Strafverteidiger und Gerichtspräsident, ist erfolgreicher Autor von Büchern, die das Recht hinterfragen und den Umgang unserer Gesellschaft mit dem Bösen und Fremden offenlegen.
Anschliessend an Vortrag: Diskussion und Gespräch über das Thema des Buches. 

 

RICHTER MANNHARTS GROSSES, GESCHEITERTES INTERVIEW

(Reflexionen aus der Sicht des Gesprächspartners, dessen Stimme vom Buchautor nicht aufgezeichnet wurde)  

Die Geschichte könnte auch aus der Sicht des Redaktors, der das Interview mit dem Richter in dessen Villa führte, erzählt werden. Ich stelle mir vor, dass es für diesen Journalisten ein wichtiger Karriereschritt bedeutete, als der vom Chefredakteur der auflagestärksten Zeitung den Auftrag bekam, dieses grosse Interview mit dem zum Bundesrichter nominierten Martin Mannhart durchzuführen. Für den Beitrag waren für Text und Bilder drei bis vier Seiten reserviert. Der noch junge Journalist kannte den Richter bereits aus der Zeit als er als Gerichtsberichterstatter für seine Zeitung eingesetzt worden war. Er wusste, dass das ein beinharter Strafrichter war, der bei der SVP ein idealer Kandidat für das höchste Richteramt abgab.  Als er vom Oberrichter die Zusage für den Interviewtermin erreicht hatte, war der Journalist bestimmt froh, denn der Richter galt als medienscheu, obgleich er sehr ehrgeizig war. Er wusste auch, dass Richter Mannhart sich mit den Berichterstattern immer wieder in eklige Diskussionen über deren Berichte zu den von ihm geführten Prozessen verwickelte und sich masslos über ein seiner Meinung nach falsch gesetztes Wort in einem Zeitungsbericht ereifern konnte. Er war in seinem Urteilen ein Hardliner und doch liess er sich nicht in ein rechtes Schema pressen. Plötzlich konnte er auch einem Asylanten oder Secondo eine Chance geben und Verständnis für dessen schwierige Situation aufbringen. Seine oft demonstrierte Härte hatte irgendetwas übertriebenes, fast selbstquälerisches an sich. Der Journalist hatte sich bei sich gefragt, ob da nicht schon fast eine krankhafte Übersteigerung des Kampfes gegen die Kriminalität sich Luft machte. Aber irgendwo musste sich ein menschlicher Zug dieses Richters versteckt halten. Er vermutete instinktiv eine widersprüchliche Persönlichkeit hinter der Fassade des Richters Eisenhart, wie er von seinem Umkreis genannt wurde. Er fragte sich, ob auch in der Justiz dieser Sadismus aus seelischer Überforderung grassierte wie er ihm schon im harten Alltag der Altenheime oder in Kriegsberichten  begegnet war. 

Ich stelle mir vor, dass der Interviewer neben den üblichen Fragen nach speziellen Fragestellungen suchte, die geeignet wären, den Schutzpanzer aus Schlagworten und den üblichen Gemeinplätzen zu durchdringen, mit dem sich der Richter in seinen Antworten umgab. Im Interview stellte sich der Richter jedoch effektiv gesprächiger dar als der Redaktor sich das vorgestellt hatte. In geradezu manischer Art ergoss sich über den Journalisten eine Suada, die zwischen Selbstüberschätzung und verdrängten Ängsten oszillierte. Der Richter entwarf in ungewohnt grellen Farben ein schwer fassbares, komplexes Bild der Justiz, das dem Journalisten zunächst mehr Rätsel denn klare Antworten aufgab. Als der Interviewte plötzlich anfing vom Mädchen von nebenan zu schwärmen, von seinem Blick ins Paradies der schuldunbeschwerten Kinderseele, musste der Journalist sich seinem Ziel, dem Geheimnis der Richterpersönlichkeit auf die Spur zu kommen, nahe gefühlt haben. Aber schon war die Zeit bald um, die für den ersten Teil des Interviews von beiden festgesetzt worden war. Der bevorstehende Prozess gegen den Fernsehmoderator, der angeklagt wurde, seine Freundin vergewaltigt zu haben, warf seine Schatten voraus. Richter Mannhart sollte den Vorsitz führen. An den Abschluss des Interviews war erst nach Abschluss dieses unmittelbar bevorstehenden Prozesses zu denken. Das hatte den Vorteil, dass bis dahin über Richter Mannharts Kandidatur für das höchste Richteramt ebenfalls entschieden sein würde. Seine Wahl galt als gesichert, da der Anspruch seiner Partei  auf den Sitz gesichert galt und seine Qualifikationen vorzüglich waren.

Wie der Journalist kurz vor Abschluss dieses Prozesses den Medien entnehmen musste, dass sich der Richter zu einer unglaublich primitiven Bespuckung und somit Beschimpfung des Gerichtsberichterden hinreissen liess, musste er sich sofort Sorgen um seinen Interviewauftrag gemacht haben. Es war ihm klar, dass aufgrund der harten Gangart der Medien nicht nur die Wahl des Richters ins Bundesgericht ausgeschlossen war, sondern auch die konkrete Gefahr bestand, dass er seinen Richterposten am kantonalen Obergericht  verlieren könnte. Damit wäre auch sein Auftrag im Eimer! Er wartete ab, ob der Richter den bereits festgesetzten Termin für die Fortsetzung und den Abschluss des grossen Intierviews absagen würde. Insgeheim hoffte er jedoch, dass der Richter den Termin im Trubel der Ereignisse vergessen würde und er dadurch die Möglichkeit hätte, gleichsam mit gutem Recht dem Richter nochmals zu begegnen. Als dieser Fall dann tatsächlich eintrat und der Journalist an der Tür der Villa des Richters klingelte, war er gewiss sehr aufgeregt, weil er nicht wusste, wie der Richter ihm in dieser aussergewöhnlichen und unvorhergesehenen Situation begegnen würde. Alle rechneten mit einem freiwilligen Rücktritt des in wenigen Tagen von Politik und Medien in die Enge getriebenen Spuckrichters. Jedenfalls war der Journalist erleichtert als der Richter ihn zwar in sichtlich aufgeregtem Zustand empfing, ihn aber gleichzeitig aufforderte zu ihm ins Haus zu kommen.  Am weiteren Gespräch faszinierte den Journalisten der Rollentausch. Unvermittelt fand er den früheren souveränen Richter, der die Vorteile, die Strenge und Härte des Gesetzes und den unbarmherzigen Vollzug pries, in der Rolle des Angeklagten und bereits Vorverurteilten in einem skurrilen Prozess von Politik und Medien, der seinen eigenen Gesetzen folgte. Der Richter war schutzlos seinem Gefühl des Ausgeliefertseins an einen nicht steuerbaren gesellschaftlichen Prozess der Ausgrenzung und Diffamierung preisgegeben. Im freien Fall stürzte er in die gesellschaftlichen Abgründe und wäre wohl verzweifelt an seinem eigenen Versagen und Ungenügen. Er wusste, dass er nicht mit Nachsicht und Milde rechnen durfte: „Was man einem Kind nicht durchgehen lässt, wird man einem Richter noch viel weniger verzeihen“, räsoniert er niedergeschlagen. Wäre da nicht des Richters Blick gewesen in der Nachbarin geschlossenen Garten mit dem kleinen Mädchen, das weltvergessen und selig darin spielte und ihn schliesslich dazu verführte, zu Cindarellas Hochzeitsmusik ihr im Garten hinterher zu laufen und ihre Schleppe zu tragen, würde dem alleinstehenden, kinderlosen Richter in dieser schweren Zeit der Krise eine Seelenführerin fehlen.  Der Journalist realisiert, dass der Richter, der bisher ganz in der Gesetzessprache aufgegangen war, zwar eine Vatersprache beherrschte, aber etwas ganz Neues vernahm, als er sein Gehör auf die rätselhaften und poetischen Worte des kleinen Mädchens einstellte, denn dieses Mädchen sprach eine Muttersprache. Etwas Mut schöpfte der Journalist für seinen Zeitungsbeitrag gegen das Ende des Gesprächs, als der Richter antönte, dass sich hinter der Spuckaffäre eine ganz andere, kryptische Geschichte, die eigentliche Pointe des Ganzes, des Pudels Kern, verbergen könnte. Der Journalist riecht nochmals Blut und lässt nicht locker mit Nachfragen bis ihm der Richter dann zum Abschluss eine merkwürdige Geschichte präsentiert. Aber zum grossen Verdruss des Journalisten alles ins paradigmatisch Allgemeingültige entrückt, als Hypothese präsentiert und dadurch der journalistischen Benützung entzogen. Dass der Richter mit seinem harten Richten an ein abruptes Ende gekommen war, war zuerst sein höchstpersönliches Problem. Leicht liessen sich ein Dutzend Kandidaten finden, welche die Arbeit des Richters Eisenhart zu Ende bringen wollten und ohne Furcht und Tadel auch konnten. Gewiss war der Richter um eine Einsicht reicher, seitdem er realisierte, dass Richten aus seiner Sicht menschliche Fähigkeiten schnell einmal übersteigen kann. Aber zu dieser Einsicht gelangte er erst im Moment als er die Fähigkeit einbüsste, über andere zu richten. Was war Ursache, was Wirkung? Das war kaum zu unterscheiden. Jedenfalls hörte der Richter mit seinem am Ende angekündigten Rücktritt auf, eine öffentliche Person zu sein und verlor damit gleichzeitig seine mediale Bedeutung.  Ich kann nicht annehmen, dass der Journalist den Richter später nochmals – nach Abschluss des Gesprächs - aufgesucht hat, wie es ihm dieser offerierte.Der Journalist wird auch nichts mehr über ihn geschrieben haben. Mannhart, nicht mehr Richter, war uninteressant geworden. Sollte er tatsächlich – wie von ihm im Gespräch mit dem Journalisten hypothetisch angedeutet – in seinem letzten Prozess als ein befangener Richter tätig geworden sein, könnte er nur wieder ins öffentliche Bewusstsein dringen, falls er tatsächlich die von ihm beschworene Unmöglichkeit durchbrechen und Busse tun und sich als befangener Richter outen würde. Das wird wohl nie geschehen, davon wird der Redaktor auszugehen haben. Aber es ist nicht auszuschliessen, dass der Journalist seine Tonaufzeichnungen und sein Gedächtnis nochmals durchforsten und sich selbst Gedanken zum Richten und zu Recht und Gerechtigkeit machen wird. 

Montag 03. Mai 2010 19:00 Uhr - Basel - Pristina

uni von unten – lernen und lehren – lehren und lernen
Klybeckstr. 60 Internetcafé Planet 13

ÜBER DIE WIRKUNG DES BUCHES BASEL-PRISTINA (2007)
UND DIE WIEDEREINREISE DER SALIHE Q. IN DIE SCHWEIZ
Vortrag des Buchautors Peter Zihlmann

Kürzlich ist Salihe Q.nach 5-jähriger Verbannung aus dem Kosovo zu ihrer Familie in Basel zurückgekehrt. Mit dem Segen der Behörden.
Der Fall der Mutter hat die Schweiz aufgewühlt, nachdem der Rechtsanwalt Peter Zihlmann 2007 darüber ein Buch publiziert und der Regisseur Alain Godet für SF1 einen Dok-film „Es geschah am helllichten Tag“ (2008) gedreht hatte.
Buch und Film beschönigten die Tatsachen nicht. Im Verlauf eines heftigen Streites erschoss vor zehn Jahren die Kosovarin ihren Schwiegersohn, nachdem dieser ihre 17-jährige Tochter über Monate hinweg misshandelt und eingesperrt hatte. Als die Mutter ihre Strafe in der Schweiz abgebüsst hatte, wurde sie von der Fremdenpolizei entgegen dem Urteil des Basler Strafgerichts ausgewiesen. Die Reaktionen der Zuschauer waren enorm. Es bildete sich eine Solidaritätsbewegung.
Im Januar dieses Jahres kam die Behörde schliesslich auf ihren Entscheid zurück.
Ein versöhnliches Ende wird möglich. Der Weg, der zu diesem Resultat führte, wird aufgezeigt und die Stationen unterwegs werden erörtert.
Bemerkungen: Der Dok-Film „Todesschüsse in Basel“ von Alain Godet vom
28. März 2010, der die ganze Geschichte einschliesslich der Rückkehr umfasst, kann unter dem Videoportal von SF 1 jederzeit gratis heruntergeladen werden.
Mehr dazu: hier u
nter TV-Filme (2.Film).

(Vgl. das Buch Basel-Pristina - unter Publikationen hier portofrei bestellbar - sowie auch früheren Beitrag weiter unten!)

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NEUES BUCH

sofort lieferbar:

RICHTER HARTMANNS LETZTE AUFZEICHNUNGEN ZUR BASLER JUSTIZAFFÄRE

Aus dem Nachlass des Richters, der mit sich selbst hart ins Gericht ging.

185 Seiten (ISBN 978-3-03751-212-8)

Jetzt bestellen (CHF 28.00, Gratislieferung gegen Rechnung) bei peter@zihlmann.com

Die filmreife Geschichte über Sex, Bestechung, Drogen und verdeckte Ermittlungen im Kampf gegen die Mafia in der Schweiz.  

Verfasst aus der Sicht eines hohen Richters, der an der verhängnisvollen Basler Justizaffäre zerbricht.  In verständlicher Sprache legt ein Insider die Arbeit der Justiz und Polizei offen. Nachgelassene Aufzeichnungen des Richters Daniel Hartmann sind aufgetaucht und bringen Licht in die Hinterhöfe des Gerichtswesens. Erst im Rückblick erkennt der Richter seine  Rolle, die ihm ein Fahnder zugeschoben hatte. Sich erinnernd entdeckt er hinter seinem „Fall“ eine tragische Geschichte.  Die Nachricht „V-Frau Graziella K. wird von Polizist in der Zelle vergewaltigt.“ fegt wie ein Wirbelwind über Justiz und Polizei. Köpfe rollen. Am Ende ist die Frau an allem schuld und wird als Einzige verurteilt. 

Eine Geschichte hart dran an schweizerischer Rechtswirklichkeit.  

Arte Legis Editions, Hermann Albrecht-Strasse 15, 4058 Basel

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PRESSE-INFORMATION

Peter Zihlmann

Richter Hartmanns letzte Aufzeichnungen zur Basler Justizaffäre

Aus dem Nachlass des Richters, der mit sich selbst hart ins Gericht ging 

1998 spielte sich in Basel ein bizarres Spektakel ab. Die Fahnder von Baselland bespitzelten ihre städtischen Kollegen und verdächtigten sie der Korruption. Die Basler wiederum glaubten, dass der Polizist die für seine Aktion eingesetzte V-Frau in der Zelle sexuell missbraucht hatte. Binnen 48 Stunden waren vier Strafverfolger schwerer Delikte verdächtigt und wechselseitig in Haft gesetzt, die Karriere eines hohen Richters zerstört, ein Rechtsanwalt aus seinem Mandat gedrängt, einem Zeitungsreporter und einem Fernsehmoderator ihre Stellen gekündigt, eine junge Frau in Untersuchungshaft gesetzt. Dann wurde überraschend die Affäre für beendigt erklärt. Niemand wird erfahren, was sich in den Fahndungsapparaten wirklich abgespielt hat.  Der Autor hat daraus die filmreife Geschichte über Sex, Bestechung, Drogen und verdeckte Ermittlungen im Kampf gegen die Mafia in der Schweiz gemacht. Verfasst aus der Sicht eines hohen Richters, der an der verhängnisvollen Basler Justizaffäre zerbricht. Im Rückblick erkennt der Richter seine üble Rolle, die ihm ein paranoider Fahnder zugeschoben hatte. Sich erinnernd entdeckt er hinter seinem „Fall“ eine tragische Geschichte. In verständlicher Sprache legt der Autor die Arbeit der Justiz und Polizei offen. Er legte den Schleier der Fiktion aus der Hand der Wahrheit über die Affäre und hebt sie dadurch ins Beispielhafte und Allgemein-Gültige unserer Zeit.

Eine Geschichte hart dran an schweizerischer Rechtswirklichkeit. 

Autor

Peter Zihlmann war Rechtsanwalt und Richter. Er ist Bestsellerautor (Der Börsenguru), schrieb Romane (Der Fall Plumey, Die Tochter des Magistraten) und Essaywerke (Justiz im Irrtum, Macht Strafe Sinn? Das Gesetz über dem Recht) sowie die Bucherfolge „Basel-Pristina“ (SF 1 Dok-Film Alain Godet „Es geschah am helllichten Tag“) und „Dr. Guido Zäch – Wohltäter oder Täter?“ 

Bibliographie

Peter Peter Zihlmann Richter Hartmanns letzte Aufzeichnungen zur Basler Justizaffäre

Aus dem Nachlass des Richters, der mit sich selbst hart ins Gericht ging

Arte Legis Editions, Basel 2009

185 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-03751-212-8

Fr. 28.--


Nachtrag zum Fall Plumey (2009)

Die letzten 10 Jahre des Financiers André Plumey

Weitere Infos über einen fast vergessenen Skandal finden Sie hier


Der SF1 Dok-Film zum Buch Basel-Pristina

Am helllichten Tag (aus der Reihe «Wenn Frauen töten»)

SF1 04. August.2008 (Wiederholung 06. September 2008, 3sat)

Aktion Wiedereinreise der Salihe P.
Ausserordentlich viele Leser des Buches Basel-Pristina von Peter Zihlmann und vor allem Zuschauer des darauf basierenden SF 1 Dok-Filmes Am helllichten Tag von Alain Godet haben sich empört gezeigt über das Vorgehen des Amtes für Migration des Kantons Basel-Stadt und haben spontan Unterschriftensammlungen im Bekanntenkreis veranstaltet und sind an das Fernsehen oder an den Autor gelangt. Peter Zihlmann hat sich daraufhin in einem offenen Brief an den Regierungsrat des Sicherheitsdepartements Basel Stadt gewandt.
An dieser Stelle können Sie noch immer den Brief ausdrucken (PDF) und konnten Sie sich im September 2008 durch Unterzeichnung mit dem Begehren auf Wiedereinreise von Salihe P. solidarisieren. Herzlichen Dank für Ihr damaliges Engagement, welches das Ziel erreicht hat: Salihes Wiedereinreise .


weitere Infos hier




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